Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf vom 16. April bis zum 23. Mai 2010

Wir danken Frau Dr. Nauck, Regina Molzberger, Rainer Molzberger und dem gesamten Mitarbeitern des Museums Wilnsdorf 
für den unproblematischen und schönen Ablauf vor, während und nach der Ausstellung und die freundschaftliche Aufnahme.

Auch wenn nicht gerade unsere Ausstellung im Museum Wilnsdorf gastiert empfehlen wir Ihnen, 
ob alleine oder mit der gesamten Familie dieses Museum!

Sie finden das Museum im Internet unter folgendem Link: http://www.museum-wilnsdorf.de/
























Pressemitteilung vom 16. April 2010 des MuseumsWilnsdorf

Mit dem Pfeil, dem Bogen
Sonderausstellung beleuchtet Geschichte der ältesten Fernwaffe der Welt

Die Erfindung von Pfeil und Bogen prägte die Menschheitseinwicklung in ebenso starkem Maße wie die Nutzbarmachung des Feuers: Diese mutige These vertritt der Burbacher Bogenbauer Jerzy Wozny. Belegen möchte er sie mit einer Sonderausstellung im Museum Wilnsdorf, die dort vom 17. April bis 23. Mai 2010 zu sehen ist.

Ein weites Feld, das es da zu bestellen gilt. Immerhin sind Pfeil und Bogen seit rund 15.000 Jahren Begleiter der Menschheit, und das rund um den Globus. "Der ältesten gefundenen Pfeilspitze, und damit einem indirekten Hinweis auf den Einsatz von Bogen, wird ein Alter von rund 20.000 Jahren zugeschrieben", weiß Dr. Corinna Nauck, Leiterin des Wilnsdorfer Museums. Aus dem jüngsten Abschnitt der Altsteinzeit stammt der erste Bogenfund, der immerhin noch ein Alter von 15.000 Jahren aufweisen kann.

Pfeil und Bogen in verschiedenen Epochen und Kulturräumen
Fast ebenso weit reist die Ausstellung in die Vergangenheit. Angefangen bei Rekonstruktionen aus der Steinzeit, wird der Besucher in verschiedene Epochen und Kulturräume versetzt. Zu sehen sind Bögen, wie sie Angelsachsen, Wikinger und Alemannen im Mittelalter anfertigten, wie sie verschiedene Indianerstämme herstellten und wie sie noch heute von einigen Kulturvölkern genutzt werden. "Interessant ist dabei zu sehen, wie sich Einsatzzweck, landschaftliche Gegebenheiten und sogar das Klima auf Form und Beschaffenheit der Pfeile und Bögen auswirkten", sagt Jerzy Wozny, der die Ausstellung anregte. Steinzeitmenschen etwa nutzen die Fernwaffe zur Jagd auf große Herdentiere, "die Pfeile mussten große Distanzen überwinden, was besondere Anforderungen an die Bögen stellte", so der passionierte Bogenbauer. Die Fernwaffen der Indianer dienten auch zum Kampf und zur Verteidigung, hier galt es auf Durchschlagskraft zu achten. Und in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit konnten fast nur Langbögen zum Einsatz kommen, "dabei verzieht sich das Holz nicht so sehr", weiß Wozny.

Vom Baum zum Bogen
Apropos Holz: Dem Grundstoff des Bogens ist auch ein Teil der Ausstellung gewidmet. Zusammengetragen sind diverse Holzsorten, die beim Bogenbau eingesetzt werden. Darunter sind heimische Hölzer wie Ulme, Eibe oder Esche zu finden, aber auch Hickory oder Zeder, die aus dem amerikanischen und asiatischen Raum stammen. Schritt für Schritt ist erklärt, wie aus einem Stück Holz ein Bogen wird: angefangen mit dem Schlagen und Trocken des Holzes über das Herstellen des Bogenrohlings bis hin zum Tillern, zur Bogensehne und zur abschließenden Dekoration der fertigen Waffe.

Erlebnisreiche Aktionstage am 1. und 16. Mai
Wem übrigens das bloße Anschauen der Bögen nicht reicht, der ist herzlich zu zwei Aktionstagen eingeladen: Der 1. Mai ist dem traditionellen Bogenbau gewidmet, und am 16. Mai können Besucher selbst zu Pfeil und Bogen greifen, um beim Bogenschießen ihre Kraft und Geschicklichkeit zu erproben.

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